Prag läßt nicht los. Uns beide nicht. Dieses Mütterchen hat Krallen.“

Franz Kafka, Brief an Oskar Pollak, 1902

So wie der gute, alte Franz Kafka sagt, hat Prag einen Zauber, eine Anziehungskraft, ja, sogar einen gewissen Witz.

Aber gleichzeitig ist die Stadt irgendwie melancholisch, einengend und … brutal?

Hier treffen eine Altstadt wie aus dem Bilderbuch auf stalinistische, stählernde Bauten; eine stolze Burg auf dem Berg auf ein Metronom, das den Menschen den Lebensrhytmus vorgeben will.

Es schmeckt süß in Prag, aber auch bitter…

Für ein verlängertes Wochenende aus Berlin entflohen, setzten wir uns in einen der gemütlichen, etwas zu flauschigen EuroCity Züge der tschechischen Bahn und schon tuckerten wir angenehm langsam aber beständig Richtung Ost. Vorbei am hohen Türmen des Sandstein Gebirges und der Elbe, die sich gemächlich ihren Weg nach Norden bahnt. So geht es ein paar Stunden und zur Einstimmung auf das literarische Prag durfte natürlich ein Werk von Franz Kafka nicht fehlen 😉

Schon aus einiger Entfernung lässt sich die Stadt an einem leichten Flimmern, ihrem verwunschenen Dunst erkennen, bevor wir an diesem Frühlingsmorgen in die Bahnhofshalle der Kopfbahnhofs einfahren.

Unser Hotel, der Golden Star, direkt am Fuß der Burg gelegen, bot uns ein gemütliches Quartier mit fantastischem Ausblick auf die Altstadt und die Karlsbrücke. Das Zimmer war gute Mittelklasse, das Frühstück jedoch eher karg. Aber diese wunderbare Aussicht am Morgen auf das verschlafene Prag war doch einiges wert. Und wir hatten Glück, ein Zimmer mit jeweils nur Seitenfenstern, hätte uns nicht einen solchen Blick geschenkt.

 

Guten Morgen du Verwunschene, wohin wirst du uns an diesem Wochenende im Prager Frühling entführen?

Die Liste reicht von Kultur im jüdischen Viertel, über Spaziergänge durch die Parks und das hippe Viertel Vinohrady („der Weinberg“). Und natürlich darf auch ein zünftiges böhmisches Bier und ein zarter Sauerbraten mit Knödeln nicht fehlen!

Wie, wo und was erfahrt ihr schon bald im nächsten Blog 😉

 

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4 Responses

  1. Simone Commeamus

    Auch wir waren im Frühling 2014 in Prag. Uns hat es sehr gut gefallen. Und dein Blog gefällt mir im Übrigen auch sehr gut – tolle Aufmachung, tolle Bilder und auch ein toller Beitrag über Prag 🙂
    Liebe Grüße
    Simone Commeamus

    Antworten
    • Carina

      Hallo Simone,
      da werde ich ja ganz rot bei dem ganzen Lob 🙂 Vielen Dank!
      Ja, Prag ist immer wieder eine Reise wert. Es gibt viel zu entdecken, aber gleichzeitig ist es von der Größe noch gemütlich und nicht zu sehr überlaufen!

      Liebe Grüße!

      Antworten
  2. Johanna

    Bei aller Rücksicht auf die romantisch-verträumte Sichtweise der Autorin auf Prag im Frühling, finde ich die Überschrift „Prager Frühling“ für einen Reiseblog dann doch etwas daneben gegriffen. Falls die Autorin zukünftig plant, einen Reisebericht über Ägypten zu verfassen, hoffe ich, dass dieser nicht mit „Arabischer Frühling“ betitelt wird.

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