Camping auf Sardinien – letzten Herbst haben wir mit unserem Bulli die erste Reise in den Süden gemacht. Genauer gesagt ging es nach Sardinien. Eine Insel, die wie geschaffen ist für Camper und Wohnmobil-Reisende. Tolle Campingplätze teilweise mit direktem am Strandzugang, eine tolle Landschaft, urige kleine Dörfer, tolles Essen, lecker Wein… genau die besten Voraussetzungen für eine unvergessliche Campingreise nach Sardinien.

Für uns war der Campingurlaub auf der wunderschönen Insel Sardinien einer unserer schönsten Urlaube der letzten Jahre. Wir waren zwei Wochen mit unserem Bus Kermit auf der Insel unterwegs und haben so richtig die Seele baumeln lassen.

Zum ersten Mal seit längerer Zeit war das auch mal wieder richtiger Urlaub! Keine Recherchereise für den Blog, keine Reise für die Arbeit oder nicht mit zu viel Instagram oder Online-Sein. Nur wir, der Bus und die Insel. Und eine Menge gutes Essen! Eigentlich sehr viel gutes Essen – und Wein 😀 Hach, ich komme wieder ins Schwärmen.

Mein Blogger-Kollege Mischa hat bereits auf diesem Blog einmal über seine Reise mit einem T4 nach Sardinien geschrieben. Hier findest du seine Liebeserklärung an Sardinien.

In diesem Artikel geht es vor allem um alle wichtigen Informationen, die du zum Thema Camping auf Sardinien brauchst. Hier findest du die Route von unseren perfekten Roadtrip auf Sardinien.

Übersicht der Themen in diesem Blogartikel:

1.1 Die beste Reisezeit für Camping auf Sardinien
1.2 Camping auf Sardinien im September / Oktober
2.1. Camping auf Sardinien mit Wohnmobil
2.2. Camping auf Sardinien mit Wohnwagen
2.3 Ein Wohnmobil mieten für Camping auf Sardinien?
2.4 Camping auf Sardinien mit Bulli
3.1 Fähren nach Sardinien
3.2 Überfahrt mit der Fähre nach Sardinien
3.3 Mit Hund auf die Fähre nach Sardinien
3.4 Sardinien Fähre – Camping an Bord
3.5 Anreise zum Hafen in Livorno
4.1 Campingplätze auf Sardinien
4.2 Apps und Bücher für Camping auf Sardinien
4.3 Wildcampen auf Sardinien
4.4 Campen auf dem Bauernhof – Agriturismo auf Sardinien

 

Die beste Reisezeit für Camping auf Sardinien:

Sardinien ist sowohl für uns Deutsche als auch für Italiener ein beliebtes Reiseziel für den Sommerurlaub. Im Sommer wird es hier nämlich richtig warm, Temperaturen von mehr als 30°C sind hier nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Sogar von Temperaturen um die 40 -45° C im Juli und August habe ich schon gehört, doch das ist selbst uns eindeutig zu viel.

Wir bevorzugen die Nebensaison ab September, da das Wetter dann immer noch schön ist, aber längst nicht mehr so heiß wie im Hochsommer. Außerdem sind die Campingplätze auf Sardinien in der Hochsaison häufig bis zum letzten Platz ausgebucht, da natürlich viele Familien mit Kindern in den Sommerferien fahren. Auch hier wieder viele Deutsche, aber auch einheimische Italiener vom Festland.

Wir meiden daher die Hauptferienzeit und können es nur jedem raten, der auch die Möglichkeit hat, in der Nebensaison nach Sardinien zu fahren.

 

Camping auf Sardinien im September / Oktober:

Wie gesagt, wir waren in der Nebensaison unterwegs und zwar von Mitte bzw. Ende September bis Anfang Oktober. Die Temperaturen waren noch richtig schön warm und wir hatten ca. 25°-30°C am Tag. Man konnte noch die ganze Zeit (bis auf Abends manchmal) in T-Shirt und kurzer Hose herumlaufen und außerdem konnte man noch hervorragend baden.

Das Wasser war noch nicht zu kalt, sondern bat genau die perfekte Abkühlung an den heißen Tagen. Abends und an trüben Tagen wurde es manchmal schon ein bisschen kühler, daher sollte man sich zum Campen auf Sardinien in der Nebensaison auch eine lange Hose und mindestens ein dünnes Jäckchen mitbringen.

An manchen Tagen unserer Reise war das Wetter etwas trüb und einmal hat es sogar ein paar Tropfen geregnet, aber die restlichen Tage hatten wir perfekten Sonnenschein und nicht ein Wölkchen am Himmel. Sogar einen fetten Sonnenbrand habe ich mir am Anfang geholt, was zeigt, dass sie die Sonne auch Ende September/Anfang Oktober noch ganz schön Power hat!

Außerdem waren trotz Ende des Sommers zu unserem Leidwesen auch die Mücken noch sehr aktiv. Besonders im Camper auf recht beengtem Raum haben uns die Mücken manchmal zur Weißglut getrieben und ich habe mir geschworen, für das nächste Jahr unbedingt ein Fliegengitter für den VW Bus zu besorgen! 😀

Sardinien Reisezeit Oktober

Super Wetter auf Sardinien – sogar Anfang Oktober!

Camping auf Sardinien mit Wohnmobil – welches ist das Richtige für mich?

Wie ich vielleicht schon erwähnt habe, Sardinien ist das perfekte Reiseziel für einen Rundreise mit einem Camper oder Wohnmobil! Generell ist Sardinien für Camper sehr gut ausgestattet, es gibt viele Campingplätze über die ganze Insel verstreut, die für jeden “Typ” Camper das Richtige bereithalten.

Egal ob man jetzt den Familienplatz mit Animation für die Kindern ansteuern möchte oder lieber einen etwas ruhigeren Platz in der Natur – Sardinien hat für jeden Camper das Richtige zu bieten.

Und besonders für Camper-Reisende, die nicht nur zwei Wochen auf ein und demselben Campingplatz stehen wollen, hat Sardinien besonders viel zu bieten. Aber natürlich auch für Camper, die gerne auf einem Platz bleiben, können sich auf Sardinien vor Auswahl an geeigneten Plätzen kaum retten.

Der Vorteil eines Wohnmobils bzw. Campervans ist ja, dass man damit sehr flexibel auf der Insel fahren und so viel entdecken kann. Mit kleineren, etwas wendigeren Fahrzeugen ist man da ein bisschen besser ausgestattet, da es manchmal schon engere Straßen oder auch Landstraßen mit engen Kurven und Serpentinen gibt. Da fährt es sich mit einem kleineren Wohnmobil oder einem Campingbus natürlich etwas besser als mit einem großen Wohnwagen.

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Campen auf Sardinien mit Wohnwagen

Aber auch Wohnwagen sind zum Campen auf Sardinien sehr gut geeignet, vor allem wenn man länger auf einem Platz stehen will und mit dem Auto, also dem Zugfahrzeug, die Insel entdecken möchte.

Dies ist der große Vorteil beim Camping auf Sardinien mit Wohnwagen:
Man kann einfach den Wohnwagen, also die Behausung, stehenlassen und sich dann mit dem Auto auf Entdeckungstour machen, an den Strand fahren oder mal in die nächste größere Stadt zum Shoppen fahren. Besonders für Familien mit Kindern bietet das einen großen Vorteil, da nicht sämtliche Utensilien, Spielzeug, Klamotten und Co. eingeräumt werden müssen.

Mit einem Wohnmobil oder Campingbus ist das Campen auf Sardinien etwas komplexer, weil man natürlich für die Entdeckungen immer auch das Zuhause bewegen muss. Das bedeutet dann Einräumen der Sachen, gründliches Verstauen, abstecken des Stroms usw.

Auf den ersten Blick klingt das also nach mehr Aufwand. Im Gegenzug dazu ist man aber auch deutlich flexibler, wenn man doch an einen anderen Ort weiterfahren will oder mal einen anderen Campingplatz ausprobieren möchte.

 

Ein Wohnmobil mieten für den Campingurlaub auf Sardinien?

Wenn ihr mit dem Wohnmobil nach Sardinien fahren möchtet, dann besitzt ihr entweder das passende Reisemobil für euren Campingtrip bereits selbst oder ihr könnt es euch auch leihen bzw. für euren Reisezeitraum mieten.

Eine geeignete Plattform zum Mieten von Campern und Wohnmobilen ist zum Beispiel PaulCamper. PaulCamper ist eine Camper-Sharing Plattform, wo ihr Camper und Wohnmobile von Privatleuten mieten könnt. Die Camper sind bei PaulCamper immer vollausgestattet, das bedeutet, dass die gesamte Campingausstattung (Stühle, Tische, Besteck, Geschirr. usw.) schon mit dabei ist! Bei anderen Plattformen fällt für diese Gegenstände häufig eine nicht zu geringe Gebühr an.

Außerdem sind die Camper bei PaulCamper komplett versichert (Haftpflicht, Voll- und Teilkasko) und haben einen Pannendienst vergleichbar mit dem ADAC, das heißt bei einer Panne seid ihr auch gut abgesichert. Für eure Camping-Reise nach Sardinien könnt ihr bei PaulCamper aus einer großen Auswahl aus verschiedenen Wohnmobilen und Campern das richtige Reisemobil für euch aussuchen.

Camper mieten auf Sardinien

Camper mieten auf Sardinien?

Camping Sardinien mit Bulli: Unser Kermit als perfekter Reisebegleiter

Für uns ist unser eigener Campingbus Kermit (ein VW T3) das perfekte Reisemobil fürs Campen auf Sardinien. ♥

Er ist klein und kompakt, passt damit auch durch enge Straßen und kurvige Serpentinen und man bekommt auch in der Stadt mal einen Parkplatz, falls man mal etwas einkaufen will. Gleichzeitig hat er aber alles, was wir für einen unbeschwerten Campingurlaub brauchen. Er hat eine kleine Küche mit Kühlschrank, Spüle und Herd, zwei gemütliche Betten für bis zu 4 Personen (ok, das ist dann schon etwas eng) und immens viel Stauraum für alles, was man dabei hat. Egal ob Klamotten, Kamera-Equipment, Spiele, Konservendosen usw., wir haben bisher alles in unserem kleinen, grünen Flitzer untergebracht.

Wer also kein Klo und keinen riesen Luxus beim Camping braucht, für den ist auch ein kleiner Campingbus oder Van genau das Richtige für einen Campingurlaub auf Sardinien. Unser Kermit, den wir jetzt seit etwas über einem Jahr haben, ist sogar auch bei PaulCamper gelistet, das heißt, ihr könnt ihn dort auch direkt mieten 😉

Hier könnt ihr Kermit bei PaulCamper mieten.

Kermit mieten auf PaulCamper

Unser Kermit! Wenn wir nicht selbst mit ihm unterwegs sind, kannst du ihn mieten.

Camping auf Sardinien: Anreise mit der Fähre

Fähren nach Sardinien

Die Fähren nach Sardinien, die dich und deinen Camper auf die Insel bringen, werden hauptsächlich von den italienischen Städten Livorno oder Genua angesteuert. Aber auch von Korsika aus kann man übersetzen.

Wer eher aus dem Norden, Osten oder Südosten Deutschlands kommt, gelangt leichter nach Livorno, das sich in der Nähe von Pisa befindet. Wer eher aus Süddeutschland oder dem westlichen Teil der Republik kommt, ist schneller im norditalienischen Genua.

Folgende große Fährunternehmen steuern Sardinien an: Moby Lines, Grimaldi Lines, Corsica & Sardinia Ferries.

Die Preise für ein Wohnmobil liegen zwischen 250-400€ für hin und zurück. Einen großen Preis-Unterschied bei den verschiedenen Reedereien gibt es unserer Erfahrung nicht. Allerdings hat Moby zu bestimmten Anlässen oft Sonderpreise und so konnte man beispielsweise bei einer Buchung am Valentinstags oder bei einem Oster-Special teilweise bis zu 50% sparen.

Wir haben übrigens für die Überfahrt mit Grimaldi Lines für unseren Bus (Höhe 2,60m und Länge 4,5m) sowie jeweils die Übernachtung in einer 4er Kabine 340€ bezahlt.

Übrigens lohnt es sich, die Fähre nach Sardinien frühzeitig zu buchen. Besonders wer in der Hauptsaison fahren möchte, sollte ungefähr ein halbes Jahr vorher buchen, um noch ein bisschen zu sparen.

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Überfahrt mit der Fähre nach Sardinien

Die Überfahrt nach Sardinien dauert von Livorno nach Olbia gute 9 Stunden. Die Fähren fahren zweimal am Tag und man hat die Möglichkeit entweder tagsüber oder über Nacht zu fahren. Die Fähren legen abends gegen 21 Uhr ab, sodass man morgens gegen 6 bzw. 7 Uhr ankommt.

Bei einer Nacht-Überfahrt gibt es zwei Möglichkeiten, in der Fähre zu übernachten:
Zum einen kann man kostenlos in Ruhesesseln, auf Bänken, Sesseln oder auf dem Fußboden übernachten. Was jetzt erst mal komisch klingt, haben wir auf unserer Überfahrt recht häufig gesehen. Dort haben es sich die Leute mit Isomatten und Schlafsack in einer Ecke der Fähre gemütlich gemacht und auf dem Fußboden geschlafen.

Wer es etwas komfortabler mag, kann sich auch eine Kabine für die Überfahrt buchen. Für die Kabinen zahlt man noch einmal 30 – 50€ Aufschlag pro Person. Uns war es das aber alle mal wert, denn die Vorstellung wie in einem Flugzeugsitzt 9 Stunden über Nacht zu fahren, war für uns schon nicht so prickelnd.

Deshalb haben wir für beide Überfahrten jeweils eine Vierer-Kabine gebucht und waren jedes mal nur zu zweit darin, hatten also die ganze Kabine für uns. Da wir in der Nebensaison gefahren sind, vermute ich, dass es in der Hauptsaison voller ist und man dann eher nicht in den Genuss einer Einzelkabine kommt.

Generell ist der Vorteil der Nachtfähre natürlich, dass man bei der langen Fahrt von 9 Stunden natürlich einiges an Zeit spart, die man sonst nur tatenlos auf dem Schiff verbringen müsste. So kommt man gleich früh morgens in Olbia an und kann den ersten Tag gleich schon richtig nutzen!

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Mit Hund auf die Fähre nach Sardinien:

Bei manchen Reedereien gibt es spezielle Hundekabinen. Diese unterscheiden sich zwar äußerlich überhaupt nicht von einer normalen Kabine und haben auch nichts Spezielles für den vierbeinigen Freund, aber es ist erlaubt, den Hund mit hinein zu nehmen. In normale Kabinen dürfen Hunde nicht mit hinein genommen werden und so bleibt dem Hundebesitzer nichts anderes übrig als mit dem felligen Freund den Fußboden zu teilen oder diesen im schlimmsten Fall alleine im Camper zurück zu lassen.

Zusätzlich sind die Fähren von Genua und Livorno zumeist normale Fähren, das bedeutet Camping an Bord ist leider nicht erlaubt.

Angelika vom Reiseblog wiederunterwegs hat einen ausführlichen Artikel zum Thema Fähre mit Hund nach Sardinien geschrieben.

Sardinien Fähre – Camping an Bord

Camping an Bord, also das Übernachten im eigenen Wohnmobil, ist nur bei bestimmten Reedereien und auf bestimmten Strecken erlaubt. Beispielsweise bedient Moby Lines auf der Strecke Piombino – Olbia auch Camping an Bord. Auf der Strecke von Livorno nach Olbia wurde 2017 kein Camping an Bord angeboten.

Der große Vorteil beim Camping an Bord ist natürlich, dass man nicht noch extra eine Kabine buchen muss. Jeder kann in der vertrauten Umgebung im eigenen Bett in seinem Camper oder Wohnmobil schlafen. Besonders für Familien oder Reisende mit Hund ist das natürlich sehr praktisch. Beachtet aber, dass Camping an Bord nicht gerade billig ist, der vermeintliche Vorteil kein Zimmer buchen zu müssen, schlägt sich in einem höheren Fährpreis wider.

Hier findest du die Angebote für Camping an Bord für die Saison 2018.

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Anreise zum Hafen in Livorno:

Auf unserem Weg zur Fähre von Livorno aus, haben wir einen Halt in Südtirol gemacht, genauer gesagt in Leifers, auf dem Campingplatz Steiner.

Der Campingplatz Steiner ist ein sehr schöner Platz, direkt an den Dolomiten, eingerahmt von Obstplantagen der Familie, die daraus Saft, Gelee und Wein machen. Die Betreiber sind sehr freundlich und familiär und es gibt einen kleinen Laden mit vielen regionalen Produkten aus Südtirol sowie den eigenen Produkten der Betreiber. Zusätzlich gibt es ein leckeres Restaurant mit vielen Gerichten aus Tirol und Italien. Wer sich ein wenig abkühlen möchte, kann in den großen Pool springen und eine Runde drehen.

Leifers selbst ist ein schönes kleines Dörfchen, wo allerdings nicht so viel los ist. In der Nähe liegt die Südtiroler Stadt Bozen, dort haben wir auf der Rückfahrt noch einen Zwischenstopp gemacht und die Stadt erkundet. Bozen hat eine sehr schöne Altstadt mit kleinen Gassen und schönen alten Häusern. Wir haben auf dem großen Platz noch einen Cappucchino getrunken, bevor wir uns von dort auf den weiteren Weg gemacht haben.

 

Camping auf Sardinien generell:

Campingplätze auf Sardinien:

Die Campingplatzdichte ist auf Sardinien ziemlich hoch, deshalb ist es auch so ein geeignetes Reiseziel für Camper, egal ob mit Wohnmobil, Wohnwagen oder Campingbus.

Egal welcher Typ “Camper” man ist, auf Sardinien findet jeder den passenden Camping- oder Stellplatz.

Wer auch im Camping-Urlaub auf Sardinien ein wenig Luxus möchte, findet viele Campingplätze mit Swimmingpool oder Kinderanimation. Wer lieber einen einfachen Platz in der Natur oder mit Zugang zum Meer möchte, wird auch hier auf Sardinien fündig.

Auch für Familien gibt es viele geeignete Pltäze auf Sardinien. Die meisten Familien-Campingplätze liegen an der Ostküste rund um Cala Gonone, den Golfo di Orosei, oder an der Costa Rei weiter im Süden. Meistens liegen diese Plätze auch direkt am Wasser und haben sogar einen eigenen Strandzugang. Es gibt zusätzlich meist noch einen Pool und Kinderanmiation sowie für die Erwachsenen manchmal abends Disco oder Unterhaltung. Also das volle Programm 😀

Wer es lieber etwas ruhiger mag, kann sich einen kleineren Campingplatz suchen. Die sind manchmal zwar schon etwas in die Jahre gekommen und nicht mehr auf dem allerneuesten Stand (besonders den Sanitäranlagen sieht man es leider oft an), dafür hat man dort dann seine Ruhe und weniger Action-Programm.

Mit einem guten Campingplatz- oder Stellplatzführer findet man den geeigneten Platz für jeden Geschmack.

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Apps und Bücher für Camping auf Sardinien:

Wir können den ADAC Campingführer bzw. die App sehr empfehlen. Für gerade einmal 9€ erhält man quasi den Campingplatz- sowie den Stellplatzführer in einer App.

Dort findet man dann alle Campingplätze sowie einfache Stellplätze mit einer kleinen Beschreibung sowie Bewertung vom ADAC und auch Bewertungen der Community. Auch Öffnungszeiten und Preise stehen meistens dabei. Durch die mittlerweile wegfallenden Roaming Gebühren muss man sich auch bei der Benutzung der App keine Sorgen mehr zu machen. Wir sind damit wunderbar klar gekommen und hatten keinerlei Probleme!

Zusätzlich erhält man mit der ADAC Card, die beim Buch als Papierform und bei der App auf dem Bildschirm dabei ist, bei vielen Plätzen einen sehr guten Rabatt. Wir haben teilweise mit dem ADAC Card Rabatt bei manchen Plätzen nur 15 bzw. 19€ die Nacht bezahlt.

Aber Achtung: Der ADAC Rabatt gilt fast ausschließlich in der Nebensaison –  noch ein Grund mehr in dieser zu fahren. In der Hochsaison bezahlt man auch manchen Plätzen locker 60€ oder mehr – also mehr als das Dreifache!

 

Wildcampen auf Sardinien

Wildcampen ist auf Sardinien an sich strengstens verboten und besonders im Sommer sollte man sich unbedingt daran halten! Das Touristen-Aufkommen ist im Sommer so hoch, dass streng kontrolliert und mit hohen Strafen geahndet wird.

Allerdings ist es meiner Ansicht nach auch verständlich, denn zu oft wurden Plätze zugemüllt oder unordentlich hinterlassen. Auch das Waldbrand-Risiko ist im Sommer auf Sardinien nicht zu unterschätzen und so manch einer hat mit seinem Grill oder einer Zigarette schnell zu einem Brand geführt. Auch aus diesen Gründen rate ich vom Wildcampen zur Hochsaison deutlich ab.

In der Nebensaison wird das Thema vom Ordnungsamt und den Carabinieri etwas lockerer gesehen, was natürlich auch daran liegt, dass wesentlich weniger Leute mit ihren Campern unterwegs sind.

Dennoch sollte man einige Regeln befolgen, wenn man auf Sardinien wild campen möchte:

  • Hinterlasse den Platz so, wie du ihn vorgefunden hast!
  • Nimm all deinen Müll wieder mit und entsorge ihn in einer dafür vorgesehenen Station.
  • Sei Vorsichtig mit Zigaretten und offenem Feuer und beachte die Waldbrandgefahr! Ist der Boden sowie die Vegetation sehr trocken, solltest du auf deinen Grillabend verzichten oder ihn nur dort durchführen, wo du 100% sichergehen kannst, dass sich kein Feuer ausbreitet.
  • Beachte die Natur mit Respekt. Brich keine Zweige oder Äste ab und pass auf, wo du dein Wohnmobil parkst.

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Campen auf dem Bauernhof – Agriturismo auf Sardinien

Eine weitere Form des Camping auf Sardinien ist die Übernachtung auf Bauernhöfen, den sogenannten Agriturismo.

Agriturismo sind Bauernhöfe, die vom Staat gefördert werden, um den Tourismus in den ländlichen Regionen anzukurbeln. Die Höfe bieten meist Übernachtungen sowie Verpflegung für Touristen an, wobei die Verpflegung im Agriturismo zu einem Großteil aus Produkten eigener Produktion bestehen muss.

So kann man häufig für wenig Geld (10-20€) auf den Höfen übernachten und bekommt zusätzlich noch ein original italienisch bzw. sardisches Abendessen für häufig nicht mal 30€. Und wenn die Sarden Abendessen meinen, dann meinen sie häufig ein mindestens 3- eher 4-Gänge Menü mit Antipasti als Vorspeise, Pasta als ersten Gang, Fleischgerichte als zweiten Gang und dann noch eine Nachspeise.

Auch mit dem Wohnmobil oder Campingbus ist man auf einigen Agriturismo herzlich willkommen. Dort gibt es dann häufig einen kleinen Platz für wenige Reisemobile sowie Stromanschluss und Sanitärhäuschen. Für Kinder sind solche Plätze natürlich auch ein Highlight, da fast alle Höfe natürlich auch Tiere haben, die die Kinder streicheln und füttern können.

Wir waren zum Abschluss unserer Reise auch noch auf dem Agriturismo S’Ozzastru, was uns sehr gut gefallen hat. Der kleine Platz für die Wohnmobile war recht schlicht, hatte aber alles, was wir brauchten. Wir konnten unseren Strom einstecken und ein kleines Duschhäuschen gab es auch.

Zum Abendessen gab es ein sehr deftiges, aber auch sehr leckeres Vier-Gänge Menü mit der oben beschriebenen Reihenfolge. Viele Komponenten bestanden aus hausgemachten Ziegenkäse, Ricotta und Wurst, dazu wurde sardischer Wein gereicht. Zum Abschluss dann noch ein leckerer Nachtisch und ein kleiner Grappa. Das alles gab es für nur 30€.

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Also auch abseits der normalen Campingplätze, kann man auch Sardinien mit dem Camper viele schöne Momente erleben.

In diesem Artikel zeigen wir euch dann unsere Stopps der Rundreise sowie unsere Campingplatz Empfehlungen für Sardinien.

Bis dahin! Viele Grüße von Carina und Leon!


Warst du schon mal Campen auf Sardinien und hast noch Tipps für uns? Welche Erfahrungen hast du auf deiner Campingreise nach Sardinien gemacht und welche waren deine liebsten Campingplätze?

Ich freue mich über deine Kommentare.

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