Zwei Wochen mit einem kleinen Auto und einem Zelt durch die Côte d’Azur.

Vorbei an kleinen, urigen Bergdörfern, entlang von tiefen Schluchten, durch weite Weinfelder hindurch und immer wieder entlang dieses fast schon unwirklich blauen Wassers, das dem Landstrich in Südfrankreich seinen Namen gab…

Das haben wir Mitte Juni erlebt.

Noch ganz knapp vor der Urlaubszeit der Franzosen (Achtung, ab 1. August wirds extrem voll!) haben wir uns diesen Urlaubstraum erfüllt.

Gelandet sind wir in Nizza, dort haben wir unser Mietauto am Flughafen abgeholt und haben uns gar nicht weiter mit der Stadt beschäftigt, da wir Nizza für das Ende unserer Reise geplant hatten.

Also hinein ins Auto und ab ins Hinterland, durch die kurvigen Serpentinen und immer kleiner werdende Städte zu unserem Campingplatz.

Während unser knapp zweiwöchigen Reise haben wir viele großartige Orte gesehen, süße Dörfer entdeckt und immer wieder die Natur an der azurblauen Küste genossen (ein Video von der Tour findet ihr übrigens hier).

Deswegen zeige ich euch jetzt in einem kleinen Fotoguide (und später noch mal in ausführlicheren Berichten!):

Die schönsten Orte der Côte d’Azur

St. Paul de Vence

 

Eines der schönsten und urigsten Bergdörfer der Côte d’Azur.

Hier lebte schon Marc Chagall und hat dem Dorf zu größerem Kunst-Ruhm geführt. In den engen Gassen und in den verwinkelten Häusern befinden sich heute viele kleine Galerien.

Trotz Eis-Preisen für 3 € die Kugel kann man in vielen Cafes mit ausblicksreichen Terrassen dem Savoir-Vivre bei einem kühlen Gläschen Wein gut frönen. Haben wir dann auch gemacht.

Grasse

 

Die Stadt des Parfüms. Jeder der schon ein mal etwas von Patrick Süskind und seinem Roman gehört oder gesehen hat, wird sich eventuell mit einem Schaudern an die stinkende Stadt des Mittelalters erinnern.

Heute riecht es dort nicht mehr streng, sondern viel eher süßlich-blumig aus einem der vielen Parfumerien.

Wir haben auch eine besucht und viel über die Herstellung von Parfüms erfahren. Natürlich konnte ich mich im anschließenden Shop nicht ganz zurückhalten.

Nach dem Rundgang in der Parfümerie gabs einen leckeren Crèpe mit Mandeln und Zitrone. Dazu einen starken Espresso. Für die Nase.

Cannes

 

Filmfestspiele, roter Teppich, Stars und Sternchen – einmal im Jahr verwandelt sich Cannes in ein glitzerndes Hollywood.

Den Rest des Jahres versucht die Stadt an ihren Ruhm während der Festspiele anzuknüpfen, was ihr aber nicht so recht gelingt.

Besonders schön und gleichzeitig skurril ist der Ausblick von der Burg:
Eine Luxusyacht liegt neben einer Super-Luxusyacht, neben einer Super-Deluxe-Luxusyacht im Hafen. Dahinter liegt in der Bucht noch eine Super-Mega-Luxusyacht mit 150 Metern Länge. Passt halt einfach nicht an den Steg.

Wir sind dann doch schnell aus dem Trubel geflüchtet und auf eine Insel vor Cannes gefahren, die uns netter erschien. Hier leben auf der ganzen Insel lediglich 25 Mönche. Welch Wohltat für die Seele.

Domaine du Rayol

 

Für mich deifintiv einer der schönsten Orte der Côte d’Azur. Hier ist die Natur aller mediterranen Regionen der ganzen Welt in all ihren Formen und Farben in einem einzigen großen Garten vereint.

Einst einem reichen Pariser Bänker gehörend und später in ein Hotel umgewandelt, verfiel das Anwesen der Domaine du Rayol mit seinen großzügigen Gärten und Villen nach dem 2. Weltkrieg und verwilderte.

1989 dann aber kaufte die französische Behörde für Küstenschutz das Anwesen und ließ einen versierten Landschaftsarchitekten die Gärten neu gestalten.

Heute kann man stundenlang eine Weltreise durch die verschiedenen Regionen des Mittelmeers machen und dabei durch die Pflanzenregionen von Australien bis Südamerika wandeln.

Nachdem wir uns an all den Farben der Pflanzen und des fast schon aberwitzig blauen Meeres sattgesehen hatten, konnten wir einem Zitronen- und einem Melonen-Basilikum-Eis einfach nicht widerstehen.

St. Tropez

 

Ein kleines Fischerdorf am Mittelmeer, das seit den 50er Jahren DER Hotspot für die High Society ist und nun zu einem der meistbesuchten und schönsten Orte der Côte d’Azur gehört.

Nobelboutiquen wechseln sich in den kleinen bunten Häuschen mit unbeschreiblich teuren Restaurants ab. Im Hafen liegen die Segelyachten von Dagobert Duck und Co.

Immer Dienstags ist es in diesem eigentlich ruhigen Fischerdorf an der französischen Küste aber wieder wie früher: Auf dem Markt stehen die Verkäufer und kleinen Bauern aus dem Umland und verkaufen ihre Köstlichkeiten. Obst, Gemüse, Oliven, Käse, Wurst – alles was das Herz und der Magen begehrt.

Zwischendrin auch mal ein Trödler, der kostbares Silbergeschirr verkauft und eine junge Frau, die nebenan Modeschmuck verkauft, der höchstens einen Tag silbern aussieht.

Das Beste aber an St. Tropez: Die Landschaft der Halbinsel.

Kilometerlange Weinfelder mit authentischen Chateaus bis das Auge am Horizont wieder vom strahlenden Blau des Meeres gefangen wird.

Villa Rothschild

 

Eine Villa im Renaissance-Stil mit einer einladenden Parkanlage. Wer sich für Kunst und Gärten interessiert, sollte die Villa auf keinen Fall verpassen.

Während man durch die sieben verschiedenen, kunstvoll hergerichteten Gärten wandelt, kann man sich wie eine echte Fürstin fühlen. Wenn dann auch noch die Springbrunnen anfangen zur Musik von Schwanensee zu tanzen, kann man sich entweder über die schöne Installation freuen oder vor lauter Kitsch fluchtartig das Gelände verlassen.

Uns wurde es dann auch etwas zu viel. Der nahe gelegene Strand mit seinem kiesigen Sand war dann das perfekte Gegenstück zur herausgeputzten Villa.

Nizza

 

Die unbestrittene Hauptstadt der Côte d’Azur.

In der Engelsbucht baden an schönen Sommertagen die Einheimischen zusammen mit Touristen im (auf die Gefahr, dass ich mich wiederhole) azurblauen Meer. In den schmalen Gassen der Altstadt laufen wir vorbei an Läden mit duftenden Seifen und Lavendelsäckchen bis wir wieder am Place Garibaldi stehen.

Unten, fast am Wasser, kann man auf den verschiedenen Märkten Fisch in allen Formen und Größen, Gemüse, frische Kräuter, aromatischen Ziegenkäse und die leckeren Soccas, gebackene Teigfalden aus Kichererbsenmehl, kaufen.

Oben auf der ehemaligen Burganlage (auch Nizza hat natürlich eine) lassen wir an diesem letzten Abend noch einmal den Blick über die Stadt streifen. Von der Promenade des Anglais mit dem berühmten Negresco Hotel über die Häuser der Altstadt bis hin zum Hafen mit dem geschäftigen Treiben der Fähren.

Und während die Sonne untergeht, erklingt von der Promenade fröhliche Live-Musik. Es ist die Fête de la Musique, das größte Straßenfest in Frankreich.

Wir laufen zurück zu unserem Appartment und in meinem Bett denke ich noch an die schönsten Orte der Côte d’Azur auf unserer Reise.

Orte-Cote-dAzur-Tipps-Sonnenuntergang

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8 Responses

  1. Synke

    Hi Carina,

    An der CÔTE D’AZUR war ich leider noch nie, aber deine Fotos machen voll Lust drauf! Die Farben sind der Hammer!

    LG Synke

    Antworten
    • Carina

      Solltest du unbedingt mal machen! Und außerhalb der Hochsaison ist es auch tatsächlich nicht so teuer, nicht so voll aber trotzdem wunderschön 😉

      Liebe Grüße,
      Carina

      Antworten
  2. Gregório Jones

    Hach …. wenn ich doch bloß mit meinem Smartphone auch so schöne Aufnahmen machen könnte 😉 Gefällt mir sehr gut.

    Saludos

    Gregório

    Antworten
    • Carina

      Saludos Gregor,
      ach mit dem Smartphone kann man doch auch schon immer tolle Bilder machen! Und sonst einfach nen schönen Instgram-Filter drüber werfen, haha 😀

      Liebe Grüße,
      Carina

      Antworten
  3. Jolly

    Oh wie schön!!! Vielleicht fahren wir ja jetzt dort hin… 😉 #Spontanreisen

    Danke für die tollen Bilder!

    Liebe Grüße!
    Jolly

    Antworten
    • Carina

      Hi Jolly,
      man dort auch wirklich super spontan reisen, vor allem da jetzt die Ferienzeit der Franzosen vorbei ist!
      Für August muss man sonst die Campingplätze Woche bis Monate im Voraus buchen, das hast du jetzt nicht.
      Und trotzdem ist es bestimmt noch schön warm 🙂

      Ich kanns nur wärmstens empfehlen!

      Liebe Grüße,
      Carina

      Antworten
  4. Robert de Paca

    Ich habe fünfzehn Jahre dort gelebt und immer noch nicht alles gesehen.
    Unbeschreiblich ist aber auch das Lebensgefühl im Süden, das Licht, die Gerüche …

    Zur Einstimmung auf die Nizzareise: der Krimi „In den Strassen von Nizza“
    (siehe Webseite)

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