Was macht man an einem verregneten, kalten Sonntag mit viel Zeit und noch mehr Langweile?

Wenn der Regen auf die Fenster prasselt und die nächste Reise in wärmere Gefilde noch viel zu weit weg ist?

Dann mach doch einen Ausflug in den tropischen Regenwald!

Dschungel in der Biosphäre Potsdam

Blick durch den Dschungel

Was?

Tropische Pflanzen, spannende Tiere, angenehme Wärme, viel zum Entdecken und vor allem tropische Urlaubsstimmung findet man mitten im nahe gelegenen Potsdam: in der Biosphäre Potsdam.

In einem futuristisch anmutenden Betonbau mit viel Glas befindet sich seit der Bundesgartenschau 2001 der tropische Garten Brandenburgs.

Hier flattern zwitschernde Vögel aus dem Regenwald und bunte Schmetterlinge durch die lichtdurchflutete, angenehm warme Halle.

An jeder Ecke blüht es in den schönsten Farben und wer genau hinschaut, entdeckt vielleicht auch eins der kleinen Chamöleons, die sich von Baum zu Baum hangeln.

Der Waldsee in der Biosphäre Potsdam

Tropische Pflanzen säumen den kleinen Waldsee in der Biosphäre Potsdam

Die Kuratoren der Biosphäre haben sich wirklich Mühe gegeben, dem Besucher sowohl Bildung, Entspannung als auch ein bisschen Action zu bieten.

Und so gelangen die Besucher durch einen Geheimgang im Arbeitszimmer eines Tropenforschers in ein geheimes U-Boot in tropischen Gewässern.

Hier schwimmen in liebevoll eingerichteten Aquarien (kein Vergleich zu den winzigen Becken mit Plastikpflanzen im Sea Life!) die allseits bekannten Freunde wie Nemo, Dory und andere.

In der Biosphäre Potsdam gibt es zusätzlich auch noch wechselnde Ausstellungen oder Themenschwerpunkte rund um den Regenwald, seine Bewohner oder die Produkte, die der Wald uns Menschen liefert.

Bei meinem Besuch in der Biosphäre Potsdam war gerade Orchideenblüte und überall waren wunderschöne Orchideen in den unglaublichsten Farben zu sehen.

Orchideenblüte in der Biosphäre Potsdam

Ein Traum aus Rosa…

Besonders toll ist es auch, wenn über den Köpfen die Vögel turnen und der Kookaburra sein lautes Lachen ertönen lässt, was die Australier zu dem allseits bekannten Lied inspiriert hat.

Und wenn du nicht genau aufpasst, huscht durch deine Beine ein Goldfasan auf der Suche nach seinem Weibchen, während die trägen Schildkröten unter dem Wasserfall oder auf einem Stamm im Teich relaxen.

Ein Goldfasan in der Biosphäre Potsdam

Auf der Suche nach seinem Weibchen: der Goldfasan

Das Highlight des Besuchs war aber das Schmetterlingshaus!

Die ganze Luft war voll mit tanzenden, bunten Schmetterlingen, die aussehen wie fliegende Edelsteine!

Das Schmetterlingshaus in der Biosphäre Potsdam

Ein Schmetterling schöner als der nächste…

Schmetterlinge in der Biosphäre Potsdam

Ein leuchtend oranger Falter…

Die riesigen nachtaktiven Falter waren schon ganz schön beeindruckend!

Und wusstet ihr, dass die Raupen sich zum Teil über mehrere Jahre entwickeln, sich dann verpuppen und dann nur wenige Wochen ein Schmetterling sind?

Die Nachtfalter haben auch keinen Rüssel wie man ihn von den tagaktiven Schmetterlingen kennt und daher können sie auch nichts mehr fressen. Sie führen also ein Leben nur um sich zu paaren, ohne Essen und nach ein paar Wochen ist dann der ganze Spaß und das Nachtfalter-Leben vorbei…

Hmm, hört sich irgendwie nicht so verlockend an.

Eine weitere Kuriosität aus dem Schmetterlingsreich: der Waldgeist – ein Schmetterling mit durchsichtigen Flügeln! Bestens getarnt flattert er also durch seine Heimat Südamerika und auch durch die Biosphäre Potsdam.

Schmetterlingshaus in der Biosphäre Potsdam

Schmetterling mit durchsichtigen Flügeln (Greta morgane)

Nicht nur für Naturliebhaber und Ökos wie mich ist die Biosphäre ein toller Ort, um aus der Hektik der Stadt zu entfliehen und nur den zwitschernden Vögeln und dem rauschenden Wasserfall zu lauschen.

Besonders auch für Familien mit Kindern eignet sich so ein Auflug natürlich, da auch reichlich Informationen und Entdeckungs-Spiele geboten werden.

Ich freu mich jetzt auf jeden Fall umso mehr, bald den tropischen Regenwald in echt und und ohne Glas rund herum zu Gesicht zu bekommen, auch wenn ich mich noch ein wenig gedulden muss.

Die Biosphäre Potsdam war auf jeden Fall eine tolle Einstimmung!

Echsen und Agamen in der Biosphäre Potsdam

Vielfältige Tierwelt…

Wo?

Georg-Hermann-Allee 99, 14469 Potsdam

Mit der S-Bahn oder dem Regio aus Berlin bis Potsdam Hauptbahnhof und dann mit der Tram Linie 96 Richtung Bornstedter Feld / Viereckremise, bis Haltestelle Volkspark direkt vor der Biosphäre

Eintritt: Erwachsene: 11,50 €, ermäßigt: 9,80 €, Kinder (5-13 Jahre): 7,80 €, Kleinkinder (3-4 Jahre): 4,50 € 

Meine Tipps:

Guckt euch vorher an, welche Themenausstellung zur Zeit in der Biosphäre Potsdam gezeigt wird. Vielleicht fahrt ihr ja auch total auf Orchideen ab oder euch interessieren mehr die exotischen Tiere?

Es gibt auch tolle Aktionen wie „Eine Nacht im Dschungel“, einen Tropenbrunch oder Führungen zum Thema Heilpflanzen aus dem Dschungel.

Ihr seht, es wird für jeden, egal ob jung oder alt etwas geboten und ich kann die Biosphäre Potsdam für einen kalten, regnerischen Februartag nur sehr empfehlen!

Wenn es etwas wärmer ist, lohnt sich auch hinterher noch ein Spaziergang durch den nahe gelegenen Park Sanssouci (ca. 10 Minuten Fußweg) mit dem Schloss Sanssouci, dem Ruinen- und Pfingstberg sowie dem Cecilienhof.

Die Halle der Biosphäre Potsdam

Zum Abschluss noch ein Gang über die Kronen der Baumriesen

Das war mein heutiger Tipp für die Berliner Stadtfluchten. Kennt ihr schon meine anderen Touren? Wenn nicht, schaut doch mal hier.

Nächste Woche gibt es mal wieder etwas Neues aus der Kategorie Streetfood in Berlin, und zwar einen ganz neuen Markt.

Also seid gespannt!

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