Willst du wissen, wo das Paradies liegt?

Willst du eins mit der Natur werden und mit wilden Tieren leben?

Willst du der Hektik des Alltags entfliehen und abends mit Gleichgesinnten am Lagerfeuer sitzen und den Geräuschen der Natur lauschen? 

JA? Dann komm mit auf die Reise, meine Safari im Okavango Delta!

Auf welche Besonderheiten darfst du dich freuen?

– Mokorotour zum Hippo-Pool
– Safari zu Fuß
– Wilde Tiere hautnah
Libelle auf der Safari im Okavango Delta

Der Natur ganz nach im Okavango Delta

Wer meinen Geschichten schon länger folgt, der dürfte wissen, wie chaotisch meine Safari begonnen hat.

Gleich am ersten Tag hatten wir am Rand der Salzwüste, den Magkadikgadi-Pans, einen platten Reifen. Der Ersatzreifen war auch platt und so blieb uns nichts anderes übrig als mitten im Nirgendwo Botswanas zu übernachten.

Zwei Tage später auf dem Weg zum Flughafen in Maun – das gleiche Spiel: „Flat Tyre„! Mitten auf der Straße. Beinahe hätten wir sogar unseren Flug in Delta verpasst.

Zum Glück haben wir es doch noch geschafft und es konnte endlich losgehen. Der Flug ins Paradies dauerte eine knappe halbe Stunde von Maun aus bis nach Seronga.

Für uns ging es dann zunächst in einem offenen Laster weiter bis zur Anlegestelle der Mokoros.

Mokoros sind traditionelle Einbaum-Boote, die die Bewohner im Okavango-Delta nutzen um sich über die immensen Wasserflächen des Delta fortzubewegen. Früher noch aus dem Stamm eines einzigen Baumes gefertigt, sind die Boote heute künstlich hergestellt, um die Bäume des Deltas zu schützen.

Mit den Mokoros ging es für uns dann noch etwa eine Stunde weiter durch die schier endlosen Wasserwege und Kanäle, die von Nilpferden und Elefanten geformt werden.

Mokorofahrt bei der Safari im Okavango Delta

Durch die unzähligen Kanäle im Delta schlängeln sich die Mokoros

Und dann lag sie vor uns:

Die einsame Insel im Okavango Delta

Insel bei der Safari im Okavango Delta

Ankunft auf unserer einsamen Insel im Okavango Delta

Hier erwarteten uns in den nächsten Tagen:

– Elefanten

– Hippos

– Paviane

– Löwen uvm.

Du siehst, auch wenn es eine einsame Insel ist, alleine waren wir hier nicht. Die wilden Tiere lebten direkt um uns herum. Sogar im Camp 😉

Mit wilden Tieren leben? Kannst du kriegen!

Camp-Elefant bei der Safari im Okavango Delta

Verstecken zwecklos! Wir sehen dich trotzdem hinter dem Zelt!

Denn unseren ersten Elefanten trafen wir gleich beim Betreten des zukünftigen Nachtlagers. Mitten im Camp, zwischen den Zelten suchte er nach den schmackhaften Marula-Früchten, die von den Bäumen hinab fielen.

Laut unserem Guide, Ed, war es noch ein junger Elefantenbulle, der sich deshalb auch recht leicht verscheuchen ließ. Er besuchte uns die nächsten Tage trotzdem immer wieder, weshalb wir fanden, dass er einen Namen braucht. Aus dem wilden Delta-Elefanten wurde unweigerlich Benjamin, unser Camp-Elefant 😉

Die anderen Camp-Mitbewohner waren hauptsächlich Paviane, die mit Vorliebe nachts auf den großen Bäumen über unseren Zelten schliefen und im Morgengrauen den Inhalt ihrer vollen Blasen auf uns hinabregnen ließen…

Camp bei der Safari im Okavango Delta

Affenfreie Zone wenigstens tagsüber

Nach der Ankunft blieb uns noch ein bisschen Zeit, unser Zuhause für die nächsten drei Tage zu erkunden. Unsere ansonsten mobilen Camps, die wir sonst immer im Anhänger mit uns genommen haben, waren hier bereits aufgestellt.

Geschlafen wird bei dieser Safari im Okavango Delta in Zelten. Einziger Luxus auf der Insel: es gibt Matratzen! Woohoo, was für ein Glück! Die restliche Zeit der Safari habe ich übrigens auf einer 2 cm dicken Isomatte geschlafen. Manchmal mit meinem Schlafsack drunter. Bequem ist was anders. Aber zum nörgeln war’s viel zu schön!

Die Dusche war ähnlich abenteuerlich: Ein Beutel mit drehbarer Öffnung hinter einer Plastikwand. Aber dafür völlig in der Natur. Wenn man seinen Blick von dem schnöden Plastik in die entgegengesetzte Richtung wendete, konnte man die Weite und Unberührtheit des Deltas bestaunen.

Dusche bei der Safari im Okavango Delta

Bereit für die Dusche?

Aber es wird noch besser: die Toilette, die den Namen Douglas bekommen hatte, war lediglich ein Sitz. Darunter? Ein Loch in der Erde. Wenn das nicht „Eins-werden“ mit der Natur ist, dann weiß ich auch nicht…

Klo auf der Safari im Okavango Delta

Darf ich vorstellen? Douglas

Nach gründlicher Inspizierung unserer Privatinsel, konnte dann auch das Highlight des ersten Tages unserer Safari im Okavango Delta beginnen:

Der Ausflug zum Hippo-Pool

Bestandteil fast jeder Safari im Okavango Delta ist der Sundowner mit Nilpferden. Mit unseren Guides ging es gegen frühen Abend los mit unseren Mokoros. Das Ziel: der Hippo-Pool.

Nilpferde sind ja sehr gesellig und halten sich oft mit vielen Artgenossen in einem sogennanten „Pool“ auf. Also einer etwas breiteren und tieferen Stelle im Kanalsystem, wo alle Familienmitglieder und der dicke Leitbulle genügend Platz haben.

Hippo-Pool bei der Safari im Okavango Delta

Die ganze Familie versammelt im Hippo-Pool

Diese Sundowner sind immer etwas ganz Besonderes, weil man auf direkter Augenhöhe mit den Nilpferden ist.

Wusstest du übrigens, dass Nilpferde die gefährlichsten Tiere Afrikas sind?

Bei Nilpferd-Angriffen sterben prozentual mehr Menschen als bei anderen „gefährlicheren“ Tieren wie zum Beispiel Löwen. Das liegt vor allem an dem unberechenbaren Verhalten der Nilpferde. Wenn diese sich bedroht fühlen, besonders wenn sie Junge haben, attackieren sie sogar Boote und Menschen. Und die Hauer sind nicht von schlechten Eltern.

Bei unserem Ausflug zum Hippo-Pool gab es also auch eine kleine Portion Nervenkitzel dazu.

Aber der Sicherheitsabstand von unseren Booten zu den Tieren war groß genug, sodass sie uns nicht angriffen, jedoch immer noch nah genug, dass der Leitbulle uns mit seinem offenen Maul drohte.

Nilpferd auf der Safari im Okavango Delta

Diesen Zähnen möchte man nicht zu nahe kommen

Sogar die Kleinen machten mit und imitierten, was sie bei den Großen sahen. Maul ganz weit aufreißen und das Wasser aus der Nase pusten!

Und das alles im goldenen Licht des Sonnenuntergangs mit einem Bier in der Hand. Paradies oder?

Baby-Nilpferd bei der Safari im Okavango Delta

Auch das Baby macht mit

Das nächste große Highlight während unserer Safari im Okavango Delta erwartete uns am nächsten Morgen.

Eine Safari zu Fuß (Walking Safari)

Bei einer Safari zu Fuß ist vieles anders als bei einer „normalen“ Safari, die ja meist in einem Auto stattfindet.

Erster und wichtigster Fakt: es gibt keinen Schutz!

Ein Auto stellt für die meisten Tiere in den afrikanischen Nationalparks keine Gefahr mehr dar, weil sie Autos kennen und an diese gewöhnt sind. Autos kann man auch nicht essen und wirklich bedroht werden sie von ihnen auch nicht.

Anders ist es bei Menschen, die zu Fuß unterwegs sind. Auch wenn wir nicht in das eigentlich Beuteschema von den meisten Tieren passen, wissen diese jedoch, dass von Menschen meist Gefahr ausgeht und sind dementsprechend aggressiv.

Aus diesem Grund müssen die Guides auch besonders erfahren und vorsichtig sein, wenn sie mit den Gästen zu Fuß die Natur erkunden.

Fuß- Safari im Okavango Delta

In hohem Gras unterwegs im Okavango Delta

Und die Erfahrung unseres Guides „Nature“ zahlte sich doch tatsächlich aus!

Nur dank eines sehr lauten „STOPP“ konnte Nature einen betrunkenen Elefanten (die Marula-Früchte waren wohl schon etwas vergoren) davon überzeugen, dass es doch keine gute Idee wäre, unsere kleine Safari-Gruppe anzugreifen.

Elefant auf der Safari im Okavango Delta

Dieser Elefant hatte wohl ein paar gegorene Früchte zu viel

Was passiert wäre, wenn der Elefant sich nicht so erschrocken hätte, will ich mir gar nicht so genau ausmalen. Puh, noch mal Glück gehabt… 😉

Neben dem auch hier wieder gegebenen Nervenkitzel hat die Safari zu Fuß auch noch einen anderen Vorteil.

Man ist mit der Natur viel verbundener. Man achtet auch auf die Kleinigkeiten.

Sei es das Rascheln im Busch, das vielleicht von einem Löwen kommt, wahrscheinlich aber eher von einem Pavian oder eher noch dem Wind.

Oder die besonderen Pflanzen, die die Menschen im Delta noch heute als Medizin nutzen.

Ob die Frucht des Leberwurstbaumes aber wirklich das Wachstum des „Ihrwisstschonwas“ fördert, kann ich euch leider nicht sagen 😉

Man sieht aber auch die vielen Spuren, die die Tiere hinterlassen.

Kleine und große Fußabdrücke.

Auch hier zahlt sich wieder ein erfahrener Guide aus, der sich im Gebiet auskennt und daher genau weiß, wo man Besonderheiten finden kann.

Neben den Löwen-Spuren, die wir nur unweit unseres Camps fanden, zeigte uns Nature noch einen riesigen Nilpferd-Schädel.

Vermutlich war es ein Männchen, das bei einem Konkurrenzkampf mit einem Artgenossen den Kürzeren gezogen hatte und tödlich verwundet wurde.

Aber so ist der natürliche Kreislauf des Lebens in der Natur.

Hippo-Schädel auf der Safari im Okavango-Delta

Umso schöner ist es, dass wir auf unserer Safari im Okavango Delta auch Teil der Natur werden konnten.

Wir haben mit wilden Tieren unser Camp geteilt und sind mit ihren Geräuschen nachts eingeschlafen und morgens wieder aufgewacht.

Wir waren zu Fuß in der Natur unterwegs und haben die Schönheiten und Gefahren des Okavango Deltas kennen und schätzen gelernt.

Und insgesamt haben wir natürlich die Zeit in diesem kleinen Paradies, unserer Insel im Okavango Delta, einfach sehr genossen.

Mädels auf der Safari im Okavango Delta

Wo sind denn all die Tiere?

Verbringst du auch am liebsten deine Zeit in der Natur? Welche spannenden Erlebnisse hattest du in der Natur?

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6 Responses

  1. Lena

    Ohh mein Gott!! Ich bin ja so neidisch…
    Ich träume auch schon lange eine Safari zu machen, das ist mein absoluter Traum!!
    Das sind ja wahnsinnig toll Bilder, jetzt habe ich umso mehr lust darauf bekommen. 😉
    Wie ist das Essen denn dort so? Wie macht man das mit dem Wasser??

    LG Lena

    Antworten

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