Seit ein paar Wochen bin ich ja schon zurück aus Modisa, aber eine Geschichte muss ich noch erzählen.

Einen Tag vor meiner Abreise kam eine Gruppe von Forschern vom CKGR Research team nach Modisa, um Untersuchungen mit Geiern zu machen. Unser Job war es deshalb zunächst, einen Esel zu schlachten. Nachdem wir den toten Esel schön schattig unter einem Baum platziert haben, hieß es warten bis die Geier den Schmaus entdeckt haben und anfangen zu fressen.

An diesem Tag hatten wir noch kein Glück, denn es kamen zwar Geier, aber es waren noch nicht genug, so dass es sich noch nicht gelohnt hätte, das Netz abzuschießen. Am nächsten Morgen als wir eigentlich losfahren sollten nach Ghanzi, kam um 7 Uhr der Anruf, dass die Forscher gerade das Netz abgeschossen haben und eine ganze Menge Geier ins Netz gegangen sind. Also augenblicklich das Frühstück stehen gelassen und ab ins Auto!

Unsere erste Aufgabe war es, die ganzen Raben aus dem Netz zu befreien und freizulassen. Leichter gesagt als getan, denn die Raben waren alles andere als ihren Helfern freundlich gesinnt und haben fleißig um sich gebissen. Die Forscher waren währenddessen schon dabei, die Geier zu befreien. Hier musste man natürlich noch wesentlich mehr aufpassen, denn die Schnäbel sind wirklich groß und ja auch dazu gedacht, Fleisch zu fressen…

Im Netz gefangene Geier

Im Netz gefangene Geier

Blutabnahme bei den Geiern

Blutabnahme bei den Geiern

Wir durften dabei helfen, die Geier zu halten und für die Untersuchungen vorzubereiten. Auf dem Rücken liegend wurden die Vögel vermessen, beringt und ihnen Blut abgenommen. Nach dieser Prozedur durften wir die Geier freilassen, die sich so manches Mal noch mit einem kleinen Schiss auf die Hose bedankten 😉

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So ein Geier wiegt schon ein paar Kilos…

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Vorsicht mit dem Schnabel – messerscharf!

Nach nur 1,5 Std. waren über 33 Geier getaggt, beringt und untersucht und obwohl ein paar entwischen konnten bevor die Forscher sie untersuchen konnten, waren sie doch sehr dankbar für unsere Hilfe. Die ganze Aktion hat aber trotzdem einiges an Zeit gekostet und wir sollten ja um 14 Uhr den Bus in Ghanzi nehmen. Dadurch blieb keine Zeit mehr fürs Umziehen und ich kann euch sagen, Geierscheiße wird nicht besser je länger sie auf der Hosen bleibt 😉

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Behutsam auf den Boden setzen…

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… und schnell wieder ab in die Luft!

Geierberingung in Botswana Afrika

Nach erfolgreicher Geieruntersuchung…

 

 

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