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Der Song von Phil Collins („Another Day in Paradise“) will mir einfach nicht mehr aus dem Kopf gehen. Wenn ihr genauer wissen wollt, wie paradisiesch man leben kann, müsst ihr einfach nur weiter lesen. Für alle anderen heißt es hier dann besser „Stop“! 😀

Vor gut zwei Wochen habe ich schweren Herzens das Modisa Projekt verlassen und bin zurückgekehrt nach Maun. Die Untersuchungen sind abgeschlossen und ich bin im Moment noch dabei ein paar Pflanzen zu identifizieren, die ich aufgrund der dürftigen Literatur bisher noch nicht bestimmen konnte.

Die Rückfahrt nach Maun stellte sich aber als ziemlich langwierig und aufregend heraus. Dabei war der Plan eigentlich gar nicht kompliziert. Einmal die Woche fahren Valentin und Co. in die nächstgelegene Stadt Ghanzi, die sich stattlich zwei Stunden entfernt befindet. Ich, Valentins Mutter und Schwester wollten dort in der Stadt den öffentlichen Bus nach Maun nehmen, der um 14 Uhr abfahren sollte. Als wir ankamen waren an der Bushaltestelle aber schon gut 40 Leute und der Bus kam auch nicht um zwei, wäre ja auch ziemlich ungewöhnlich für afrikanische Verhältnisse. Um halb 4 kam dann etwas angetuckert was man nur mit größtem Wohlwollen als Bus bezeichnen könnte. Man konnte auch gar nicht so schnell gucken, wie die Leute angerannt kamen, um sich einen Platz zu sichern. Wir mit unseren 100 Teilen an Gepäck konnten nur mit ansehen, wie sich einer nach dem anderen einen Platz sicherte. Und – oh Wunder – es haben alle einen Platz gefunden – außer wir natürlich! 😀

Uns blieb dann auch nach ewigem Herumtelefonieren mit Valentin nichts anderes übrig als ein normales Taxi zu nehmen. Aber auch eine Taxifahrt kann aufregend werden, wenn es dunkel wird und man das Licht von seinem Auto nicht anmachen kann, weil „Battery-water“ fehlt! Das gab es natürlich an der nächsten Tanke nicht, schließlich hatten die nicht mal Benzin, warum auch? 😀

Letztendlich konnten wir aber unsere Fahrt sicher zu Ende bringen und kamen dann abends um 9 in der River Lodge an. Dort ging natürlich ne Party (so wie jeden Abend) in die wir dann voll reingestolpert sind. Aber Drinks waren nach dieser Fahrt auch bitter nötig…

Jetzt bin ich hier schon seit fast zwei Wochen und lebe so in den Tag hinein. Ein bisschen hab ich natürlich auch an meiner Studie gearbeitet, aber vor allem kann man das Leben hier wirklich genießen. Abgesehen von den ganzen Partys hat Maun den Fluss direkt vor der Haustür und vor ein paar Tagen hat mich ein Nilpferd direkt vor meinem Zelt begrüßt… Ich muss schon sagen, ich bin glaub ich der Besitzer des weltweit schönsten Zelts mit der schönsten Aussicht 🙂

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Mein geliebtes Zelt…
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… mit genau dieser Aussicht

Und wenn man ein ganzes Wochenende hat an dem eigentlich nichts geplant ist und man dann die richtigen Leute kennt und auch trifft und diese mit ihrem Boot den Fluss hoch fahren, dann heißt das: Jackpot!

Das Paradies befindet sich definitiv in Afrika und ich bin mir sicher, dass das Okavango Delta ziemlich gute Chancen auf diesen Titel hat!

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Auf zur Sandbank!
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Cheers!

Schwimmen, abhängen, trinken, lachen  – typischer Nachmittag auf der stadtbekannten Sandbank 😉

Mal sehen, ob mich diese Stadt auch so einfangen wird wie die ganzen anderen Weltenbummler, die hier gestrandet sind…

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